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18.09.2019

Festliche Gesellenfreisprechung in Nierstein

Ein großer Tag fand am 27. März 2019 für unsere Gesellinnen und Gesellen der Innung in Rheinhessen Bingen-Mainz-Worms statt. Über 55 von ihnen folgten der Einladung von Obermeister Reimund Niederhöfer in das Best Western Hotel Nierstein, um dort gemeinsam mit ihren Familien und weiteren Gästen ihre Freisprechung zu feiern.

Bild: Eveline Kubank

„Die Freisprechung unserer Junggesellinnen und Junggesellen gehört zu den Highlights des Innungsjahres“, hob Obermeister Reimund Niederhöfer bei der Begrüßung der Anwesenden hervor. Mit ihrer Entscheidung, eine Ausbildung im
E-Handwerk zu machen, hätten die Jugendlichen alles richtig gemacht und sich optimal für die Zukunft aufgestellt. Denn wirtschaftlich befinden sich die E-Handwerke in einer Hochphase und ein Ende sei nicht in Sicht. Im Gegenteil, betont Niederhöfer, mit dem Voranschreiten der Digitalisierung und des technischen Fortschritts werden E-Handwerker aller Fachrichtungen zunehmend gefragt sein.  

Hans-Jörg Friese, Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen, dankte in seiner Rede den Eltern und Ausbildungsbetrieben. Die Ausbildungszeit sei sowohl für die Jugendlichen als auch für deren Familien und Betriebe eine spannende Zeit, so Friese. Einen großen Vorteil sieht der Präsident der Handwerkskammer in der „Handarbeit“ des Handwerks. Denn das Besondere am Handwerk ist, dass man am Ende des Tages sehen kann, was man erschaffen hat. Hierdurch erhält man das gute Gefühl, etwas geleistet zu haben, betonte Friese.

Der stellvertretende Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen, Jürgen Felz, appellierte an die Junghandwerker, ihre Arbeit stets so zu verrichten, als ob sie diese für sich selbst erledigen würden. Gleichzeitig mahnte er an, die Gesellinnen und Gesellen mögen mit aller Sorgfalt ihre Zukunft planen und aufbauen. Denn sie werden den „Rest ihres Lebens in jener Zukunft verbringen, für die sie heute den Grundstein legen“.

Lehrlingswart Stefan Ehleiter gab bekannt, dass an der Sommerprüfung 2018 insgesamt 31 E-ZUBIS an der Gesellenprüfung teilgenommen haben. Im Ausbildungsberuf Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik waren es 24 Teilnehmer, von denen 19 bestanden haben. Im Ausbildungsberuf Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik traten 7 Nachwuchshandwerker zur Prüfung an. Sie alle haben bestanden.  

An der Winterprüfung 2018/2019 nahmen insgesamt 74 Prüflinge teil. Im Ausbildungsberuf Elektroniker Fachrichtung Energie und Gebäudetechnik wurden 58 Auszubildende geprüft, von denen 45 die Prüfung bestanden.
An der Gesellenprüfung zum Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik nahmen 12 Personen teil, von denen 11 ihre Gesellenprüfung erfolgreich ablegten. „Die Bestehensquote beträgt insgesamt 82 Prozent. Ich denke, dass wir mit diesem Ergebnis zufrieden sein können“, fasst Lehrlingswart Ehleiter zusammen.

Anschließend sprach Stefan Ehleiter die Gesellinnen und Gesellen frei: „Mit der Aufnahme in den Gesellenstand treten Sie in die Gemeinschaft ehrbarer Handwerker ein. Seien Sie sich bewusst, dass kein anderer Berufsstand den Begriff der Standesehre zu allen Zeiten so hochgehalten hat, wie das Handwerk“. Ehleiter bat die Junggesellinnen und Gesellen, diese Tradition des Handwerks auch in Zukunft fortzuführen. Mit dem Handwerkergruß „Gott segne das ehrbare Handwerk“ wurde die Freisprechung beendet und die Gesellenbriefe verteilt.

Etwas bedrückt wurde die Stimmung, als Ulrike Schweizer, Fachlehrerin an der BBS I in Mainz, von Raimund Niederhöfer auf die Bühne gebeten wurde. Über Jahre war die Lehrerin eine begehrte Ansprechpartnerin für ihrer Schüler. Doch nun tritt sie in den wohlverdienten Ruhestand ein. Für die Innung in Rheinhessen Bingen-Mainz-Worms ein Anlass, um „danke“ für die vielen Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit zu sagen. „Ulrike Schweizer wird uns fehlen. Stand sie doch stets hochengagiert den Schülern der BBS I zur Seite“, fasst es Reimund Niederhöfer zusammen.  

Mit Spannung wurden hingegen die Auszeichnungen der Prüfungsbesten erwartet. Martin Nemeth (Ausbildung zum Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, Ausbildungsbetrieb: VSK Technik Kübler, Worms) durfte sich über einen Weiterbildungsgutschein in Höhe von 500 Euro freuen.

Ralf Gerster, Direktor Regionalcenter bei der Mainzer Volksbank, überreichte den beiden Prüfungsbesten David Weiler aus Lorch, (Ausbildung zum Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik, Ausbildungsbetrieb. Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) und Nils Karst (Ausbildung zum Systemelektroniker, Ausbildungsbetrieb: VIDIT Systems Bingen) für ihre besonderen Leistungen einen Gutschein der Mainzer Volksbank in Höhe von 200 Euro.

Damit auch die anderen Gesellinnen und Gesellen eine Chance auf einen Gewinn haben, verloste die IKK Südwest unter allen anwesenden Junggesellinnen und Gesellen noch ein iPod.

Als Vertreter des Gesellenprüfungsausschusses berichtet Karlheinz Nagel von der Firma Dornhöfer über zwei Besonderheiten bei der letzten Prüfung: So standen dieses Mal die gewohnten Räume in der Handwerkskammer nicht zur Verfügung, sodass nach Ersatzräumlichkeiten gesucht werden musste. Fündig wurde man in Gau-Algesheim. Ein Gewerbebetrieb bot eine großzügige Halle für die Brettmontage, einen Raum für die schriftlichen Planungsaufgaben sowie ausreichend sanitäre Anlagen. Zweite Herausforderung waren die nicht vorhandenen Montagewände zur Befestigung der Prüfbretter. Doch dank der Hilfe der Metallwerkstatt der Firma Dornhöfer konnte auch dieses Problem gelöst werden.

Nach Ende des offiziellen Veranstaltungsteils lud Obermeister Reimund Niederhöfer die Anwesenden noch zum geselligen Beisammen sein. Eine Einladung, die gerne angenommen wurde und für einen gelungenen Ausklang sorgte.

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