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16.10.2018

Innungsfahrt nach Leipzig

Ende September 2018 startete der Innungsbus zum jährlich Ausflug, der diesmal in den Osten Deutschlands führte.

Die Reisegruppe vor dem Rathaus in Alsfeld

Nachdem die Reisenden in Bingen und Mainz „eingesammelt“ waren, ging die Fahrt nach einem Zwischenstopp zur Stärkung mit „Weck, Worscht und Wein“ zunächst nach Erfurt. Der Domplatz der Landeshauptstadt von Thüringen ist gut 3 ½ ha groß und dort fand gerade das Oktoberfest statt. Auf dem Domplatz, der einst auch als Gerichtsplatz fungierte, stehen der Minervabrunnen und der Erthal-Obelisk, der anno 1777 zu Ehren des Mainzer Kurfürsten errichtet wurde. Einige Teilnehmer erkundeten die schöne Stadt auf eigene Faust und kamen auf ihrem Rundgang auch an der Krämerbrücke vorbei. Sie ist das älteste profane Bauwerk der Stadt und zählt zu ihren bekanntesten Wahrzeichen. Mit ihrer beidseitigen geschlossenen Brückenbebauung und den 33 Fachwerkhäusern zählt sie zu den längsten, durchgehend mit Häusern bebauten Brücke Europas.

Der Dom ist der älteste und wichtigste Kirchenbau in Erfurt. Er ist über 80 m hoch und besitzt die größte freischwingende Glocke der Welt.

Am Nachmittag ging die Fahrt weiter nach Leipzig, wo der Tag mit einem leckeren Abendessen im Hotel ausklang.

Der folgende Tag stand ganz im Zeichen einer ausgiebigen Stadtführung. Mit knapp 582.000 Einwohnern ist Leipzig eines der sechs Oberzentren Sachsens und hat für jeden Geschmack viel zu bieten. Da wäre z. B. das Museum der bildenden Künste zu nennen – ein deutsches Kunstmuseum, das 1848 als Initiative der Bürgerschaft errichtet wurde und mit über 10.000 m² Ausstellungsfläche  zu den größten Ausstellungshäusern Deutschlands zählt.

Ebenfalls ein lohnendes Ziel ist das Bach-Museum, das sich mit dem Leben und Wirken des großen Komponisten Johann Sebastian Bach beschäftigt. Die Thomaskirche ist – zusammen mit der Nikolaikirche – eine der beiden Hauptkirchen, die als Wirkungsstätte Bachs und des Thomanerchores weltweite Bekanntheit erreichte. Die Nikolaikirche ist die größte und älteste Kirche Leipzigs.

Sehr beliebt – vor allem bei den Damen – ist die Mädlerpassage, ein überdachter Einzelhandels- und Dienstleistungskomplex; übrigens eine der wenigen vollständig erhaltenen und prachtvollen Ladenpassagen der Messestadt.

Das Goethedenkmal – eine Bronzestatue – steht auf einem hohen Sockel auf dem Naschmarkt vor der Alten Handelsbörse und stellt den „jungen Goethe“ dar, der drei Jahre (1765-1768) lang in Leipzig Jura studierte.

Den Nachmittag hatten die Teilnehmer zu freien Verfügung und konnten auf eigene Faust Leipzig kennen lernen. Nicht wenige „landeten“ bei den Shopping-Höfen am Brühl, wo sich auf einer Fläche von 22.300 m² , verteilt auf vier Stockwerke, gut 130 Geschäfte,  31 Wohnungen und 820 Parkplätze befinden.

Das mächtige, 91 m hohe  Völkerschlachtdenkmal im Südosten der Stadt wurde in Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) erbaut und im Oktober 1913 eröffnet. Wer fit ist und die 364 Stufen durch einen recht engen Aufgang bis zur Aussichtsplattform erklimmt, wird mit einem tollen Blick über die Stadt belohnt.

Einige Teilnehmer ließen es sich nicht nehmen, über die verschiedenen Märkte der Stadt zu schlendern. Bereits Mitte des 13. Jahrhunderts hatte sich Leipzig zu einem der wichtigsten Handelsplätze Deutschlands entwickelt. Auch heute gestalten sich die Leipziger Märkte sehr vielfältig und übers Jahr verteilt finden viele Spezialmärkte, wie beispielsweise der beliebte Weihnachtsmarkt statt.

Am Abend traf sich die muntere Reisegruppe im Auerbachs Keller und die Fasskeller Zeremonie sollte sich zum „Highlight“ des Tages entwickeln. Auerbachs Keller ist die bekannteste und zweitälteste Gaststätte in Leipzig. Bereits im 16. Jahrhundert gehörte das Lokal zu den beliebtesten Weinlokalen der Stadt und war weit über die Grenzen von Sachsen bekannt. Der Keller teilt sich in zwei Bereiche: Die vier historischen Weinstuben mit dem Faßkeller, Luther- und Goethezimmer sowie Alt-Leipzig. Hier unterzogen sich die Teilnehmer der „Fasskeller-Zeremonie“, einer Zeremonie mit Verjüngungstrunk in der Hexenküche. Dies zur Erklärung, falls Sie sich wundern, wenn Ihnen die Mitglieder beim nächsten Treffen um Jahre jünger erscheinen. Jetzt wissen Sie ja, woher das kommt. Der zweite Teil des Auerbachs Kellers besteht aus dem großen Keller, der 1912 –zusammen mit dem Messehaus „Mädlerpassage“ erbaut wurde.

Auf dem Rückweg ins Hotel gönnten sich einige Teilnehmer noch einen atemberaubenden Blick aus dem höchsten Restaurant Mitteldeutschlands, dem „Panorama-Tower“ – ein Restaurant mit Plattform und atemberaubenden Sonnenuntergängen.

Am Sonntag trat die Gruppe die Heimreise an, aber nicht, ohne zuvor noch einen Blick auf die Sachsenklinik zu werfen, auch wenn es nur aus dem fahrenden Bus war. Das nächste Ziel was Alsfeld im grünen Herzen Hessens. Die romantische Kleinstadt mit mittelalterlichem Flair und ihren wunderschönen Fachwerkhäusern wusste ebenfalls zu begeistern. Die Stadt hat nicht nur eine spannende Vergangenheit, sondern ist  auch in der Gegenwart noch immer ein Ort, der Atmosphäre ausstrahlt und nichts von seinem Charme und seiner Ursprünglichkeit eingebüßt hat, wovon man sich in verschiedenen Stadtführungen (auch in historischen Gewändern) überzeugen kann.

Nachdem vor dem bekannten Alsfelder Rathaus ein Gruppenfoto „geschossen“ wurde, ging man zum gemeinsamen Essen in den „Kartoffelsack“, bevor dann endgültig die Heimreise angetreten wurde.

Fazit: Ein gelungenes Wochenende mit ganz vielen Eindrücken in lockerer Atmosphäre. Vielleicht melden Sie sich ja für den nächsten Innungsausflug an? Termin steht bereits fest: 27. – 29. September 2019. Der Ort wird noch bekannt gegeben! Sie sollten sich den Termin schon einmal vormerken!

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