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20.09.2018

AZUBI Begrüßung 2018

Die Innung für Elektro- und Informationstechnik lädt jedes Jahr die „neuen Azubis“ zu einer Begrüßungsveranstaltung ein. Diese dient dem ersten Kennenlernen der Azubis untereinander. Durch kurze Ansprachen und Vorträge soll den Neulingen in den Elektro-Berufen aufgezeigt werden, was in den nächsten 3 ½ Jahren im Bereich Ausbildung, Berufsbildende Schule und Überbriebliche Lehrlingsausbildung auf sie zukommt.

Azubibegrüßung 2018

Am 14. September war es wieder so weit. Zahlreiche Azubis, deren Eltern und Ausbilder sind unserer Einladung in den Sirona-Saal des Best-Western Hotels  nach Nierstein gefolgt.
Obermeister Reimund Niederhöfer begrüßte die Gäste im Namen der Innung. Er machte in seiner Ansprache deutlich, dass „Arbeit Leben ist“ und ein wichtiger Teil im Leben der Menschen darstellt. Dass Arbeit lebensnotwendig ist, zeigte er an einem Gleichnis auf. War bei unseren Vorfahren das Jagen und Feld bestellen zum Überleben notwendig, benötigen die heutigen Menschen die Arbeit auch aus sozialen Gründen. „Der Mensch braucht Arbeit, um Geld und Ansehen zu erlangen“.

Auf jeden Fall haben sich die Azubis mit ihrer Ausbildung in den E-Berufen garantiert richtig entschieden, denn ohne Strom geht rein gar nichts. Diese Tatsache und die rasante Entwicklung der Technik sichert langfristig die Arbeitsplätze in den E-Berufen.

Um den Grundstein für die Karriere zu legen, forderte der Obermeister auf: „Sammeln Sie in Ihrer Ausbildungszeit Wissen an, das Sie dazu befähigt, einer erfolgreichen Arbeit nachzugehen. Seien Sie neugierig und  beschäftigen Sie sich jeden Tag eine halbe Stunde mit einem Fachbuch, den Aufzeichnungen in Ihrem Berichtsheft, oder mit den Unterlagen aus der Schule. So trainieren Sie Ihr Denkvermögen – genau wie ein Sportler seine Muskeln trainiert. Sie werden erfolgreicher und zufriedener mit Ihrer Ausbildung sein… Erwähnt werden soll auch der Aspekt „zu dienen“, denn viele Erfolge verdanken wir dem Umstand, dass andere für uns da sind. Und wenn Sie einmal erlebt haben, wie zufrieden man wird, wenn man anderen durch sein Wissen und Können einen Dienst erwiesen hat, dann werden Sie mit Freude weiter lernen…“
Der Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen, Hans-Jörg Friese, begrüßte die Gäste. Auch er vertrat die Auffassung, dass die Wahl zur Ausbildung in einem der spannenden Elektro-Berufe genau richtig war. Er verwies darauf, dass über 50% der Ausbildungen im Elektro-Handwerk stattfinden. Dies sei für die Jugendlichen eine Art „ Wertpapier“, denn die Zukunftsaussichten in den E-Berufen sind hervorragend. „Strom ist die Hardware der digitalen Welt“, so der Präsident weiter, und „wie die Vergangenheit gezeigt hat, ist die Übernahme nach erfolgreicher Prüfung fast garantiert“. Herr Friese ging auch auf den Flyer ein, den die Innung auf den Tischen ausgelegt hatte. Zum zweiten Mal wird darin ein „Knigge-Seminar für Azubis“ angeboten. Menschen, die gute Umgangsformen beherrschen, sind beruflich und privat im Vorteil. In diesem Seminar sollen die Azubis „Gutes Benehmen“ lernen, denn schließlich sind sie selbst die Visitenkarte jedes Unternehmens.
Herr Friese, im wahren Leben Friseurmeister, fühlte sich dadurch inspiriert, ein Styling-Seminar für Azubis auszurichten und lud hierzu (wahrscheinlich eher scherzhaft)  auch die E-Azubis herzlich ein.

Der Lehrlingswart der Innung, Stefan Ehleiter, stellt sich vor und erläuterte zunächst, was ein Lehrlingswart ist und welche Aufgaben er hat. Er verwies schon jetzt auf den Stützunterricht, den die Innung 6 Wochen vor der Gesellenprüfung anbietet. Er legte den Azubis ans Herz, dieses Angebot unbedingt anzunehmen, um sich für die Prüfung fit machen zu lassen.
Herr Ehleiter bot seine Hilfe an, falls es in der Ausbildung einmal Probleme  in der Schule oder im Ausbildungsbetrieb gibt, also wenn es um Rechte und Pflichten während der Ausbildung geht. Er ist
gerne bereit, zwischen den Parteien zu vermitteln. Er bat darum, rechtzeitig über die Geschäftsstelle Kontakt aufzunehmen, bevor die Probleme unüberwindlich werden.

Der Vorsitzende Kreishandwerksmeister Stefan Korus betonte in seiner kurzen Ansprache, dass die Ausbildung das Fundament für den Übergang ins Berufsleben ist. Nach seiner Meinung entscheidet sich der Erfolg bereits in den ersten Wochen. Berufseinsteiger müssen Fehler machen, um daraus zu lernen. Aller Anfang ist schwer und es ist ungewohnt, alleine zu arbeiten, sich an vorgegebene Arbeitszeiten und Pausen zu halten, herauszufinden, ob telefonieren und rauchen während der Arbeitszeit erlaubt ist und sich entsprechend zu verhalten. Die Ausbildung ist sozusagen der Einstieg in die Erwachsenenwelt. Auch Herr Korus ist der Auffassung, dass die Wahl zur Ausbildung in den E-Handwerken immer eine gute Wahl ist.

Oberstudienrätin Gitte Wiedemuth von der BBS 1 in Mainz betonte, dass die Reifung zum Erwachsenen durch den Ausbildungsberuf erfolgt. Sie selbst kommt aus dem Bereich Automatisierungstechnik und stellte die ebenfalls anwesende Ulrike Schweizer vor, die vor Ihrer Pensionierung noch ein Schuljahr an der BBS unterrichtet. Frau Wiedemuth gab Auskunft über den schulischen Ablauf der Ausbildung und verwies darauf, dass die BBS 1 in Mainz in naher Zukunft auch Fachwissen im Bereich KNX vermitteln wird. Sie verwies auch auf die Möglichkeit von Auslandspraktika in Polen oder Frankreich, die den Azubis einen Einblick in die Arbeitswelt unserer Nachbarländer vermittelt.

Alexander Dan Nitu ist für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung im Berufsbildungszentrum der HWK Rheinhessen zuständig. Er berichtete über die verschiedenen Lehrgänge und das duale System.
Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) ergänzt und unterstützt die betriebliche Ausbildung vom ersten bis zum letzten Ausbildungsjahr in den Handwerksbetrieben. Sie sichert die gleichmäßig hohe Qualität der Ausbildung jedes Berufes im Handwerk, unabhängig von der Ausbildungsleistungsfähigkeit des einzelnen Handwerksbetriebes. Die Lehrgänge vermitteln berufsspezifische praktische Fertigkeiten und Kenntnisse und sind ein fester Bestandteil der dualen Berufsausbildung im Handwerk.

Die schnelle technische Entwicklung macht den Lehrstoff umfangreicher und komplizierter und steigert somit die Anforderungen an Ausbildungsbetriebe, Ausbilder und Auszubildende. Die zunehmenden Spezialisierungen erschweren besonders den kleinen und mittelgroßen Handwerksbetrieben die geforderten Kenntnisse und Fähigkeiten des gesamten Berufsbildes zu vermitteln. Auszubildenden sind verpflichtet, an den vorgeschriebenen Lehrgängen der ÜBL teilzunehmen. Die Ausbildungsbetriebe haben ihre Auszubildenden zur Teilnahme an den Lehrgängen anzuhalten und freizustellen.
Im Anschluss an die Vorträge lud die Innung zu einem Büffet ein. Außerdem standen alle Redner und auch die anwesenden Lehrer den Azubis für weitere Fragen zur Verfügung.
Wieder einmal eine gelungene Veranstaltung.

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