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03.04.2018

Gelungene Freisprechungsfeier der Elektroinnung Bingen-Mainz-Worms

Die Innung für Elektro- und Informationstechnik in Rheinhessen Bingen-Mainz-Worms lud am 23. März
zu ihrer Freisprechungsfeier ein. Der Einladung folgten über 150 Gäste. Das Foyer der Handwerkskammer
Rheinhessen bot einen würdigen Rahmen für die feierliche Entlassung in den Gesellenstand.

Gruppenbild der frei-gesprochenen Gesellen
Stv. OM Hans A. Becker
Lehrlingswart Stefan Ehleiter

Der stellvertretende Obermeister Hans A. Becker begrüßte die jungen Gesellinnen und Gesellen sowie die zahlreichen Ehrengäste. Er bedankte sich bei den „Hausherren“ für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. An die Jung-Gesellen gerichtet, hob Herr Becker die Freisprechung als „Krönung der Ausbildungszeit“ hervor. Alle Anstrengungen und Anspannungen gehörten jetzt der Vergangenheit an. Mit dem Ende der Ausbildung sind die Gesellen in die Gemeinschaft des Handwerks aufgenommen. Hierzu gratulierte Hans A. Becker ganz herzlich und er vergaß auch nicht den Dank an die Ausbilder, Lehrer und nicht zuletzt auch
an die Eltern.

Dennoch: Ausruhen auf dem Erreichten – so Herr Becker weiter - sei jetzt nicht angesagt, denn gerade die E-Handwerke sind einem ständigen Wandel unterworfen. Fortwährendes Lernen und Weiterbilden sichert den Erfolg. „Das Handwerk gehört zu den bedeutendsten und zukunftsorientiertesten Wirtschaftszweigen. Speziell das E-Handwerk bietet die Basis für eine berufliche Entwicklung mit sehr vielen Aufstiegschancen“… beschloss Herr Becker sein Grußwort.

Der Hausherr und Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen – Hans-Jörg Friese- stellte nach seiner Begrüßung die provokante Frage: „Na, was hast Du heute gemacht?“ .Er führte damit vor Augen, dass man im Handwerk am Ende des Tages immer sehen kann, was man erschaffen und geschaffen hat. Man kann sehen, anfassen und vorzeigen. Auch die Jung-Gesellen „…haben es geschafft“; die Zeiten harter Arbeit, Stress und Entbehrungen haben mit der erfolgreichen Prüfung ein Ende gefunden. Man dürfe stolz auf seine Leistungen sein. „Wer viel Herzblut in seine Ausbildung steckt, bekommt auch viel zurück. Ich kann Ihnen versichern, Sie haben mit Ihrer Entscheidung zur Ausbildung alles richtig gemacht!“, bestätigte Präsident Friese den Jung-Gesellen.

Auch Präsident Friese richtete seinen Dank an Eltern, Ausbilder und Lehrer. „Betriebe die ausbilden, nehmen eine für die Gesellschaft unbezahlbare Verantwortung wahr“...so Präsident Friese. Und an die Gesellen gerichtet: „Mit Ihrem deutschen Gesellenbrief haben Sie selbst eine gute Basis dafür geschaffen, dass Sie als Fach- und Führungskraft überall Beschäftigung finden werden und mit Ihrem Gesellenbrief die Möglichkeit haben, auch ohne Abitur an einer Hochschule oder Universität zu studieren…“ Auch er wies darauf hin, dass das Lernen noch lange nicht aufhören wird, besonders im Hinblick auf die schnell fortschreitende Digitalisierung, die auch das Handwerk ständig neu fordert. Der Erste Beigeordnete des Landkreises Mainz-Bingen, Steffen Wolf, überbrachte die Glückwünsche der Landrätin Dorothea Schäfer, die leider nicht persönlich kommen konnte. Auch er gratuliere den Jung-Handwerkern herzlich zur bestandenen Prüfung.

Der Vorsitzende Kreishandwerksmeister Stefan Korus berichtete über ein Erlebnis mit einem Jung-Handwerker, der sich selbständig machen wollte und der im Vorfeld gründlich recherchierte. Dabei vergaß er allerdings zu prüfen, wie viele Fachbetriebe es in seinem Bereich bereits gab. Dieses wichtige Kriterium hatte er außer Acht gelassen. Die Moral von der Geschichte: Manchmal ist es besser, einen kleineren Standort zu wählen, wo nicht so gehäuft Konkurrenz ansässig ist. Hier sollte man sich rechtzeitig Rat einholen, um bessere Startbedingungen zu haben.

Lehrlingswart Stefan Ehleiter nahm dann die Freisprechung – resultierend aus der Sommerprüfung 2017 und der Winterprüfung 2017/18 - vor. Die Bestehens-Quote lag insgesamt bei 81%. Glückwunsch! Herr Ehleiter verlas den Freisprechungstext, der mit dem Handwerkergruß „Gott segne das ehrbare Handwerk“ endet. Danach – assistiert von den stv. Obermeister Hans A. Becker und HWK-Präsident Friese – wurden die Gesellenbriefe überreicht. Ausgezeichnet wurden dann die Prüfungsbesten dieses Jahrgangs: Dies waren:

Anke Ries aus Ingelheim (Ausbildungsbetrieb Institut für molekulare Biologie, Mainz), die im Beruf Informationselektronikerin Geräteund Systemtechnik die Prüfung in allen Bereichen (Fertigkeit und Fachkenntnis) mit Note 1 abschloss. Frau Ries erhielt den Weiterbildungsgutschein der Innung in Höhe von € 500,00.

Timo Ehleiter, Bodenheim (Ausbildungsbetrieb Dornhöfer Haustechnik, Mz.-Kostheim), Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, Kenntnis Note 1, Fertigkeit Note 1

Timo Ehleiter hat als Kammersieger Rheinhessen am Leistungswettbewerb Rheinland-Pfalz teilgenommen und hier den 1. Platz belegt!

Marcel Weinmann, Mainz (Ausbildungsbetrieb Andreas Keim, Mainz) Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik; Kenntnis: Note 2, Fertigkeit Note 2.

Sascha Blaum, , Bodenheim (Ausbildungsbetrieb NTA Systemhaus, Mainz) Elektroniker, Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik; Kenntnis: Note 2, Fertigkeit: Note 2

Der Direktor der Mainzer Volksbank Guido Behrendt überreichte an Timo Ehleiter, Marcel Weinmann und Sascha Blaum einen Spargutschein in Höhe von jeweils € 200,00.

Zum Schluss gab Gesellenprüfungsvorsitzender Karlheinz Nagel einen eindrucksvollen Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Prüfer, die alle ehrenamtlich tätig sind und viel Zeit und Energie für ihr Amt aufwenden.
Auch Ihnen gilt ein herzliches Dankeschön für ihre Arbeit.

Wie in jedem Jahr stiftete die IKK Südwest wieder einen iPod, der unter allen Gesellen verlost wurde. Daniel Volksheimer von der IKK Südwest fungierte persönlich als „Glücksfee“ und zog als Gewinner
Thanh Vu Nguyen aus Worms, der sich sehr über seinen Gewinn freute. Herr Volksheimer verwies noch darauf, dass die IKK Südwest jetzt auch eine Anlaufstelle im Gebäude der Handwerkskammer
hat und lud alle ein, doch einmal hier vorbei zu kommen.

Nach dem Ende des offiziellen Teils lud die Innung noch zu einem Imbiss ein und auch für nette Gespräche blieb noch Zeit genug. Wieder eine gelungene und harmonische Veranstaltung.

 

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