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09.10.2017

Elektroinnung Bingen-Mainz-Worms „on tour“: Besuch bei HAGER in Obernai

Die Innung für Elektro- und Informationstechnik in Rheinhessen Bingen-Mainz-Worms war auf Einladung der HAGER Group vom 28. bis 30. September 2017 in Obernai (Elsass).

Knapp 40 Teilnehmer starteten gut gelaunt mit dem Bus. Auf der Hälfte der Strecke wurde eine Pause auf dem Rastplatz eingelegt, wo sich alle Teilnehmer bei Weck, Worscht, Obst und einem Glas Wein oder Sekt stärken konnten. Dafür wurde dem fürsorglichen Vorstandsmitglied Thomas Haus gedankt.

Nach 14 Uhr kam die Gruppe im Hager-Werk in Obernai an, wo Gernot Stamer und zwei weitere Mitarbeiter von Hager uns herzlich willkommen hießen. Nach einer Stärkung mit Kaffee und dem typisch elsässischen Guglhupf konnten wir uns das Hager-Forum ansehen. Beeindruckend war der Film, der über die Entstehung der Hager-Group Zeugnis ablegte und die Geschichte von Hermann und Dr. Oswald Hager dokumentierte. Beide Gründersöhne sind verstorben. Das Unternehmen wird jetzt von Daniel Hager – einem Enkel des Gründervaters – in die Zukunft geführt.

Es folgte eine Führung durch die Produktion im Werk Obernai, die uns alle beeindruckte. Aus wie vielen kleinen Teilen alleine das Innenleben eines FI-Schalters besteht ist schon beeindruckend. Beim Familienunternehmen Hager wird nahezu alles an vier Standorten selbst hergestellt.
Nach der Besichtigung ging die Fahrt ins Hotel nach Obernai, wo auch ein köstliches Abendes-sen serviert wurde.

Am nächsten Morgen fuhren die Männer zum Hager Werk, wo eine zukunftsgerichtete Schulung stattfand. Während die Männer (und eine junge Dame) etwas über Zweckbaulösungen für mehr Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Anpassungsfähigkeit erfuhren, hatten die Damen eine Stadtführung, die der „Guide“ Jean-Claude kurzweilig und interessant gestaltete.

Obernai liegt am Fuße des Odilienberges, ca. 25 km südwestlich von Straßburg. Anno 778 erstmals urkundlich als „Ehinheim“ erwähnt, soll sich der Ort aus einer fränkischen Siedlung im 7. Jahrhundert entwickelt haben und Sitz des Merowinger Athich (Herzog des Elsass) gewesen sein. Dessen Tochter Odilia wurde in der Abtei auf dem nahe gelegenen Berg geboren. Nach der Legende hatte sich der Herzog einen Sohn gewünscht und wollte Odilie töten lassen. Doch ihre Mutter ließ das Kind in ein Kloster in Burgund schaffen, wo das Kind getauft wurde. Später holte die Mutter sie nach Ehnheim zurück. Als der Vater sie verheiraten wollte, floh Odilia – die ihr Leben Gott geweiht hatte- über den Rhein. Ein gewaltiger Felsen soll sie im Breisgau vor ihren Verfolgern gerettet haben. Später hat der Herzog – als Zeichen der Reue- seiner Tochter die Hohenburg geschenkt, wo Odilia ihr Kloster auf dem Odilienberg (Mont Ste. Odile) gegründet hat. So jedenfalls die Legende.

In der Stadt gibt es zahlreiche alte Häuser zu sehen, fast alle Fachwerk und die meisten aus dem 16. Jahrhundert. Alles sehr anheimelnd und gepflegt. Da es in Obernai keine Industrie gab, blieb die Stadt im zweiten Weltkrieg von Bombardierungen verschont.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen bei Hager in der Werkskantine ging die Fahrt mit dem Bus zunächst auf den Odilienberg zum Kloster  Ste. Odile. Aus Zeitgründen gab es nur einen kurzen Aufenthalt, bei dem man aber –dank des herrlichen Wetters – die Aussicht in die Rheinebene genießen konnte.

Danach ging es weiter an die elsässische Weinstraße, wo wir in Dambach la Ville das bekannte Weingut Ruhlmann besichtigten. Dort wurde gerade die Weinlese beendet, weshalb alle Erntehelfer in bester Stimmung waren und auch den Traubenvollernter zur Feier des Tages fein geschmückt hatten. Mit einer „Bimmelbahn“ wurden wir nach der Kellerbesichtigung durch die Weinberge gefahren. Des gesamte Ort Dambach la Ville lebt vom Wein. Auch hier wunderschöne alte Häuser und gepflegte Gassen.

Nach einer zünftigen Weinprobe im Hause Ruhlmann  brachte uns der Bus in ein Restaurant in Scherwiller (ebenfalls elsässische  Weinstraße), wo zum Abendessen Pot-au-feu, eine elsässische Spezialität  gereicht wurde. Es handelt sich hier um einen klassischer Eintopf der ländlichen Küche Nordfrankreichs, bestehend aus Rindfleisch und Gemüse, bei dem auch eine Brühe entsteht, die als Vorspeise gereicht wird. Danach ging es wieder ins Hotel.

Am Samstagmorgen wurden die Koffer gepackt und bevor wir die Heimfahrt antraten, ging die Fahrt noch nach Straßburg. Nachdem wir das mächtige Münster reichlich fotografiert hatten, ging es mit dem Boot auf der Ill durch die Stadt und das Europa-Viertel, wobei die Geschichte der Stadt über Kopfhörer vermittelt werden sollte. Leider waren diese defekt, so dass man das Meiste nur optisch mitbekam.
Zum Abschluss wurde dann in einem Straßburger Lokal (Caveau Gurtlerhoft) jede Menge Flammkuchen verspeist. Sogar als Dessert gab es einen süßen Flammkuchen mit Äpfeln, der dann mit Calvados übergossen und flambiert wurde. Sehr lecker.

Dann hieß es Abschied nehmen. Ein ganz herzliches Dankeschön an die Hager-Group für die tolle Organisation und die gute Betreuung durch Gernot Stamer und seine Kollegen. Das war eine sehr gelungene Fahr mit vielen Informationen und Eindrucken. Herzlichen Dank.

5.Oktober 2017/Harth

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