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19.05.2015

Verabschiedung verdienter Ehrenamtsträger

Obermeister Reimund Niederhöfer nahm die Mitgliederversammlung vom 12. Mai 2015 in Rheindürkheim zum Anlass, zwei verdiente Männer zu ehren und in den Ruhestand zu verabschieden.

Ehrung Vogler
Ehrung Lothar HeimEhrung Franz Vogler

Bild: Brigitte Harth
Ehrung Heim
Ehrung Lothar HeimEhrung Franz Vogler

Bild: Brigitte Harth

Lothar Heim, langjähriger Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses:
Herr Niederhöfer bemühte den deutschen Dichter Friedrich Schiller und zitierte: „ Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich“. Doch einen traurigen Eindruck machte Herr Heim bei weitem nicht. Gelöst und ganz offensichtlich „guter Dinge“ war er  in Begleitung seiner Gattin der Einladung gefolgt.

Der Obermeister führte aus, dass Lothar Heim 1987, also vor fast drei  Jahrzehnten, an die BBS 1 in Worms kam – das ist die heutige Karl-Hoffmann Schule. Er hat seine Frau in Münchberg/Bayern kennen gelernt und ist ihr nach Rheinhessen gefolgt. Da er bereits in Bayern als Prüfer für die elektrotechnischen Berufe tätig war, setzte er seine Arbeit wie selbstverständlich im Prüfungsausschuss Worms fort. Im März 2000 wurde Herr Heim zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses gewählt und nach der Fusion der Innung Bingen-Mainz-Worms fungierte er als Vorsitzender dieses Gesamtprüfungsausschusses. Er führte dieses Amt bis zu seinem jetzigen Ruhestand aus.

Obermeister Niederhöfer würdigte, dass Lothar Heim an 84 Prüfungen mit 3.500 Prüflingen mitgewirkt hat und dafür verantwortlich zeichnete. Den hohen Zeiteinsatz habe er wie selbstverständlich souverän und mit Fachkompetenz geleistet. Dafür gelte ihm Respekt und Dank.

Bedankt hat sich Herr Niederhöfer auch bei Frau Heim. Sie bekam einen Blumenstrauß überreicht in Anerkennung für ihr Verständnis und ihre Geduld, das Ehrenamt ihres Mannes mit zu tragen.

Franz Vogler, Ausbilder der Handwerkskammer Rheinhessen (ÜBL):
Franz Vogler und Reimund Niederhöfer kennen sich seit 24 Jahren, weshalb sie auch beim längst vertrauten „Du“ bleiben wollten. Für den „Franzl“, wie Herr Vogler von seinen Freunden genannt wird, bemühte der Obermeister den Frankfurter Dichter Johann Wolfgang von Goethe und zitierte wie folgt: „Selbst das Unangenehme, woran wir uns gewöhnen, vermissen wir ungern“. Aber auch Herr Vogler sah nicht so aus, als würde er etwas vermissen. Entspannt saß er mit seiner Lebensgefährtin Birgit und lauschte den Worten des Obermeistes. Dieser führte u.a. aus: „Jeder Einzelne ist zugleich auch immer ein Teil des großen Ganzen. Jeder Mensch prägt mit seiner Persönlichkeit auch seine Umgebung. Und das gilt in erster Linie auch für Dich“. Reimund Niederhöfer fuhr fort: „ Sollte ich Dir ein „Reif für die Rente-Zeugnis“ ausstellen müssen, so würden dort ganz viele Begriffe auftauchen: Du bist höflich, zuverlässig, ehrlich, einsatzbereit, loyal und kollegial. Mit Deinem Verhalten bist Du stets Vorbild und hast das Wesen für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜBL) der Handwerkskammer Rheinhessen wesentlich mitgestaltet und entwickelt. Im Namen der Innung für Elektro- und Informationstechnik in Rheinhessen möchte ich mich ganz aufrichtig bei Dir bedanken“.

Auch hier wartete Reimund Niederhöfer mit einigen Daten auf. Seit 1966 steht Franzl Vogler ununterbrochen im Berufsleben. Nach seiner Lehre als Fernmeldemonteur bei Siemens folgte eine zweijährige Beschäftigung im Rhein-Main-Gebiet, bevor es ihn als EDV-Anlagenmechaniker zur Bundeswehr zog, wo er acht Jahre blieb.

Dort legte er  1981 auch seine Meisterprüfung erfolgreich ab. Seit 1.8.1981 war Franz Vogler für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung der Handwerkskammer Rheinhessen verantwortlich. Über 5.000 Auszubildende wurden von ihm unterrichtet und auf das Berufsleben vorbereitet. Einige dieser Prüflinge (etwa 1.000) hat er bei der Meistervorbereitung  wieder getroffen, für die er seit 1985 mit tätig war. Von 1987 bis 1997 war Franz Vogler Vorsitzender der Meisterprüfungskommission und hat die Meisterprüfungen abgenommen.

Privat engagiert sich Herr Vogler nicht nur politisch, sondern ist auch in Sachen Fassenacht unterwegs. Außerdem ist er Vorsitzender des Gesangsvereins Harmonie Mainz-Kostheim. Nicht zuletzt hat er sich mit einer 13-monatigen Ausbildung zum Lokführer einen lang gehegten Kindheitstraum erfüllt. Franz Vogler hat sozusagen die „Weichen“  für einen gelungenen „Unruhestand“ gestellt.

Ein herzliches Dankeschön ging auch an seine Lebensgefährtin Birgit, die ebenfalls mit einem Blumenstrauß geehrt wurde.

Obermeister Niederhöfer wünscht beiden Herren eine gute Gesundheit und viele erfreuliche Aktivitäten, um den neuen Lebensabschnitt in vollen Zügen genießen zu können.

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